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23.03.2015 von Sarah1219

Wer ist arm?

dreckige, rote Schuhe

Menschen die auf der Straße leben, sind für uns in Deutschland der Inbegriff von Armut. Doch gibt es ganz unterschiedliche Arten von Armut und man sieht erst auf den zweiten Blick, dass den Leuten etwas fehlt.
Was das alles sein kann, erklären wir euch hier:


Relative Armut

Man unterscheidet zwischen absoluter und relativer Armut. Absolute Armut bedeutet, dass Menschen ihre Grundbedürfnisse nicht decken können, also nicht genug zu essen haben, keine Wohnung oder nicht zum Arzt gehen können. Der Begriff der relativen Armut bezieht auch die Lebens- und Entwicklungschancen in einer Gesellschaft ein, es geht also um soziale Ungleichheit. Arme Menschen haben einerseits materielle Not und andererseits nicht die Teilhabemöglichkeiten, die in einer Gesellschaft als normal gelten. Wer relativ arm ist, hat zum Beispiel schlechtere Bildungschancen, weniger soziale Kontakte und größere Schwierigkeiten beruflich aufzusteigen.

Straßenkinder sind meistens Kinder und Jugendliche, die ihren Lebensmittelpunkt auf der Straße haben. Oft haben sie eine andere Form von Armut vor ihrem Leben auf der Straße erlebt: Sie waren arm an fürsorglicher Nähe und Beziehungen zu ihren Eltern. Der Kontakt zu ihren Eltern ist oft komplett abgebrochen, da sie mit ihnen meist Schlimmeres, als das Leben auf der Straße, erlebt haben.

Versteckte Armut

Menschen die in versteckter Armut leben, verfügen über ein Einkommen, das unterhalb des vom Staat vorgegebenen Existenzminimums liegt. Es ist gerade so möglich alle Rechnungen zu bezahlen, sollte jedoch die Anschaffung einer neuen Waschmaschine plötzlich dazu kommen, stehen diese Menschen vor finanziellen Problemen. Auch den Luxus mal ins Kino zu gehen oder sich etwas Schönes zu kaufen, können sich diese Menschen nicht leisten, da sie dafür kein Geld haben.

Viele Jugendliche sind heute schon verschuldet. Handys und Anziehsachen sind zum Statussymbol geworden und um „cool“ zu sein, braucht man das neuste Smartphone oder die Markenjeans. Durch Ratenzahlung, erste eigene Kreditkarte und den ersten Lohn fühlt man sich, als würde man in Geld schwimmen und kauft mehr als man es sich leisten kann.
Wichtig ist, dass man lernt mit Geld umzugehen und es sich richtig einzuteilen.

Obwohl die Wirtschaft in vielen Ländern boomt, gibt es Länder mit großer Armut. Zum Beispiel ziehen die Leute in Indien in große Städte auf der Suche nach Arbeit. Die Männer finden größtenteils Gelegenheitsjob. Frauen jedoch, da sie so gut wie nie einen Schulabschluss haben, finden keinen und können ihre Familien nicht ernähren. Oftmals ziehen die Menschen auch ins Ausland, weil sie Zuhause keine Arbeit finden oder die so schlecht bezahlt ist, dass sie davon nicht leben können.

Arm an Chancen

Kinder und Jugendliche die aus Familien kommen, die wenig Einkommen haben und deren Eltern selbst keinen guten Schulabschluss besitzen, haben es in unserem Schulsystem oft schwerer. Sie haben meistens weniger Chancen als andere Kinder, die Eltern mit einem guten Schulabschluss haben und viel verdienen. Doch nur wer einen guten Schulabschluss hat, findet leichter einen Ausbildungs- oder Studienplatz und hat damit gute Chancen später nicht unter Armut zu leiden. Jugendliche jedoch, die die Schule ohne Schulabschluss verlassen tragen ein hohes Risiko in Armut zu leben, da ihre Chancen auf einen Ausbildungsplatz und eine anschließende gut bezahlte Arbeit nicht gut sind.

Definition ARMUT

Im Gegensatz zur absoluten Armut, die das Überleben der Betroffenen unmittelbar bedroht, wird in Wohlstandsgesellschaften wie Deutschland Armut meist als „relative Armut“ definiert: relativ im Verhältnis zum Wohlstand der Bevölkerung des Landes. Die Armutsgrenze bezieht sich meistens auf das durchschnittliche Einkommen. In der Europäischen Union gelten Personen als arm, die monatlich weniger als 60 Prozent des nationalen Mittelwerts verdienen. In Deutschland sind das ca. 930 Euro.

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