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28.04.2015 von Sarah1068

FairFashion

FairFashion

Am 24.04.2013 ereignete sich ein schreckliches Unglück in Sabhar, Bangladesh. Das neungeschossige Rana Plaza Gebäude stürzte ein und 1127 Menschen starben und 2438 wurden verletzt. Am Tag zuvor wurden Risse in der Fassade des Gebäudes festgestellt und die Polizei verhing für den 24.04. ein Eintrittsverbot. Trotz dessen befanden sich an dem Tag über 3000 Menschen im Rana Plaza. Die meisten waren Textilnäherinnen, die von den Fabrikbetreibern gezwungen wurden ihre Arbeit aufzunehmen. Im Nachhinein stelle sich heraus: für den Bau des Gebäudes wurden minderwertige Materialen verwendet und das Bauland, auf dem sich das Rana Plaza befand, war für ein mehrgeschossiges Gebäude nicht geeignet.
Die Textilarbeiter in Bangladesch werden weltweit am niedrigsten bezahlt. Die meisten verdienen einen monatlichen Mindestlohn von 3000 Taka (knapp 30 Euro). Das ist ein Stundenlohn von 17 Cent. Nach diesem Unfall prüfte eine Regierungskommission eine Forderung für eine Erhöhung des Mindestlohns auf 8200 Taka (knapp 75 Euro). Schlussendlich wurde der Mindestlohn auf 50 Euro erhöht.

Damit solche Vorfälle nicht mehr vorkommen, ist es wichtig, dass Kleidung fair und unter humanen Bedingungen produziert wird. Auch bei uns gibt es schon viele verschiedene Firmen die auf fair-produzierte Mode setzten, doch leider hat faire Mode immer wieder mit Vorurteilen zu kämpfen. Zum einen, dass sie sehr viel teurer ist und dass sie nicht überall zu kaufen ist und zum anderen, dass man in ihr wie der typische Öko aussieht. Dies stimmt so kaum noch. Der Preis für einen fair produzierten Pullover unterscheidet sich durch ein paar Euros mehr, als einer aus einem bekannten schwedischen Modehaus. Natürlich gibt es FairFashion nicht überall zu kaufen und in größeren Städten sicherlich mehr, als auf dem Land. Doch in der Zeit des Internets ist nichts mehr unmöglich. Es gibt viele Onlineshops, die nur fair produzierte Mode anbieten. Das Klischee vom bunt gefärbten Schal kann man so auch nicht mehr bestätigen, denn das gängigste Produkt, ist das fair gehandelte Baumwollshirt. Ganz schlicht und einfach, so wie jeder es zuhause im Schrank hat.