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Aktion

von Katharina 1444

Handybox 2018

Wir gehen in die nächste Runde!

Wer will es nicht? Das schnellste und angesagteste Smartphone, das der Markt zu bieten hat. Weltweit werden immer mehr Smartphones produziert und verkauft. Doch hat unser Konsumverhalten an anderen Orten der Welt oft große Auswirkungen!

Herstellung

In jedem Handy stecken bis zu 60 Stoffe, darunter wertvolle Metalle wie Kupfer, Gold, Aluminium und das in Coltan enthaltene Tantal. Diese Rohstoffe werden oft in armen Ländern Afrikas oder Südamerikas abgebaut. Jedes Handy trägt also einen großen Ressourcenverbrauch in sich, nicht zu vergessen die Arbeitskraft der Minenarbeiter/innen die die Rohstoffe abbauen. Häufig herrschen dort menschenunwürdige Arbeitsbedingungen und keine umweltgerechten Zustände, oft sind es Kinder die in diesen Minen arbeiten. Die Minen werden häufig durch ausländische Konzerne betrieben. Die einheimische Bevölkerung bekommt von dem Gewinn nur selten etwas ab. Im Gegenteil, oft entstehen Interessenskonflikte, die in Gewalt und manchmal sogar in Bürgerkriegen enden. Der natürliche Reichtum hat viele der Menschen dort ins Elend gestürzt. Es herrscht Krieg und Armut, kein Wohlstand oder gute Zukunftsperspektiven in den Ländern der Handyrohstoffe.

Recycling

Ein weiteres Konsumproblem unserer Gesellschaft ist der Müll. Unsere Wegwerfmentalität produziert Elektroschrott, verseucht mit Blei, Quecksilber und Cadmium, und das am laufenden Band. Die alten Handys und Smartphones landen auf Müllhalden in ärmeren Regionen der Welt, wo sie von Menschen unter höchst gesundheitsschädlichen Bedingungen ausgeschlachtet werden.
Hauptgrund dafür ist die bislang sich nicht lohnende Wiederverwertung hierzulande. Trotz des großen Rohstoffschatzes der in Elektromüll steckt.

Was wir tun können

Eure alten Handys bei uns abgeben, das könnt ihr natürlich immer! Verstärkt sammeln werden wir erneut ab Ostern, also April 2018 - denn dann startet die nächste "old mobile for youngcaritas" Aktion!
Dazu gibt es zahlreiche Abgabestellen im ruhrbistum - ganz bestimmt auch in Deiner Nähe. Wenn es keine gibt - wie wäre es, wenn du und deine Freund*innen oder Mitschüler*innen selbst eine Handybox bastelt und bei unserer Aktion mitmacht?

Mit der Aktion möchten wir Aufmerksamkeit erregen und weiter verhindern, dass die gebrauchten Handys im Ausland auf Mülldeponien von Kindern ausgeschlachtet werden, die dabei krankmachenden, giftigen Stoffen ausgesetzt sind.

Wenn das Handy defekt oder zu alt ist, wird es bei unserem Sammelpartner fachgerecht stofflich verwertet und landet nicht auf dem Müll in fernen Ländern. Das Geld, das wir dabei bekommen, spenden wir an das Projekt "Perspektiven für Kinder in Not" in Benin. Mehr Informationen zum Projekt findest de hier.

Wenn du ein Handy hast, das noch benutzbar ist, dann wird das Handy an unseren Sammelpartner geschickt, der diese dann wieder voll funktionstüchtig macht. Am besten machst du es kenntlich durch ein Sticker darauf! Auch dafür gibt es eine Spende an das Projekt in Benin.

Wer sich über das Sammeln hinaus für das Thema Handys, Rohstoffe und globale Verantwortung interessiert, der kann zusammen mit seiner Schulklasse oder seine Jugendgruppe an unserem Workshop teilnehmen. Mehr Informationen zum Workshop findet ihr hier

Danke für Eure Unterstützung!!

Sammelstellen

Aktion

Planspiel

Wenn du und deine Jugendgruppe oder Klasse mehr darüber erfahren wollt, wir wir durch unsere Handys mit Menschen weltweit und ihren Lebensbedingungen verbunden sind, könnt ihr mit uns ein Planspiel machen!

Mehr Infos hier

Schon gewusst?

Blei ist ein giftiges Schwermetall und wird als chemischer Energiespeicher in Bleiakkumulatorenverwendet.
Quecksilber ist das einzige Metall, das bei Normalbedingungen flüssig ist.
Handyakkus enthielten früher das giftige Schwermetall Cadmium, das innere Organe schädigen kann.
Die Europäische Union hat den Einsatz von Cadmium, Blei und Quecksilber in Elektrogeräten seit 2003 verboten. In alten Handys befinden sich diese giftigen Metalle jedoch weiterhin.

Das Ergebnis 2017: 750 recyclete Handys und 434 € für das Projekt "Straßenkinder in Kenia"