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Beitrag

von Sarah 833

Refugees Welcome Lab

Vier Tage voller Aktionen, Diskussionen und Erlebnisse

Faten.El
Faten.El von I,SLAM

„Wer war ich über die man Seiten schrieb und schrieb und mit mir nicht redete? Wer war ich? Die sich in Flüchtlingslagern zu schlafen legte und um Visa bettelte? Ich war nur ein Flüchtling…“

Mit diesen Worten eröffnete Faten.El von I,SLAM mit einem eindrucksvollen Poetry unser Refugees Welcome Lab.

Ein Morgen vor Lampedusa - Lesung
Lesung: Ein Morgen vor Lampedusa

Der zweite sehr eindrucksvolle Part beim Refugees Welcome Lab war die Lesung "Ein Morgen vor Lampedusa". Das von der Gruppe "Unser Herz schlägt auf Lampedusa" erarbeitete Skrip mit O-Tönen von Überlebenden und Helfern des Unglücks vor Lampedusa am 03. Oktober 2013 wurde von (semi)professionellen Schauspielern aus Bochum, Mülheim und Düsseldorf gelesen.

youngcaritas FAQ-Guides zum Thema Flucht und Asyl
youngcaritas FAQ-Guides zum Thema Flucht und Asyl

Um die Teilnehmer des Refugees Welcome Labs gut informiert in die Exkursionen zu schicken, hatten wir in der Vorbereitung FAQ-Guides zum Thema Flucht & Asyl entwickelt.
Durch Unterstützung vieler Mitarbeiter und unserer Medienagentur ULTRAMARIN, die kostenfrei das Layout und den Satz übernahmen, konnten wir die Hefte rechtzeitig fertigstellen und am ersten Abend des Welcome Labs verteilen.

Fünf Exkursionen

Fluchtwege
Nach dem Besuch des Düsseldorfer Flughafens, als direkter Ankunftsort von Flüchtlingen, ging es weiter in eine Flüchtlingsunterkunft, wo man einen Eindruck der Lebensumstände und der Unterstützung von engagierten Menschen bekommen konnte.

Graffiti-Exkursion mit Flüchtlingen in Bochum
Graffiti-Exkursion in Bochum

Verewigt Euch
Zusammen mit jungen Flüchtlingen ist in Bochum ein farbenfrohes und mehrsprachiges Graffiti mit einem Statement zum Thema „Flucht und Migration“ entstanden.

City- und Dorfleben
Bei einer City-Tour durch Dortmund wurden eine zentrale Unterbringungseinrichtung und Orte an denen z.B. Proteste, Übergriffe oder Willkommensgesten stattgefunden haben, erkundet, um danach mit Flüchtlingen in Kontakt zu treten.

Wohnen, Arbeiten, (sich) intergrieren
Bei einer City-Tour durch Herten wurden Flüchtlingsunterkünfte, sowie Integrationsprojekte vorgestellt, wie z.B. die Franz-Hahn-Werkstatt, die als ursprüngliche Lösung für Langzeitarbeitslose, den Flüchtlingen eine erste Struktur des Alltags geben soll. Anschließend wurde das Haus der Kulturen in Gelsenkirchen besucht, wo von jungen engagierten Leuten das Projekt des Sprachkoffers für Flüchtlinge ins Leben gerufen wurde.

Flüchtlinge zeigen Teilnehmern das Neandertalmuseum
Museums-Exkursion in Mettmann

Perspektivwechsel
Nach einer Führung durch das Neandertal Museum von jungen Flüchtlingen, besuchten die Teilnehmer das Mettmanner Flüchtlingscafé, wo Flüchtlinge den Besuchern nach dem Prinzip „Lebende Bibliothek“ ihre persönliche Geschichte erzählen.

Wohnen, Arbeiten, (sich) intergrieren
Bei einer City-Tour durch Herten wurden Flüchtlingsunterkünfte, sowie Integrationsprojekte vorgestellt, wie z.B. die Franz-Hahn-Werkstatt, die als ursprüngliche Lösung für Langzeitarbeitslose, den Flüchtlingen eine erste Struktur des Alltags geben soll. Anschließend wurde das Haus der Kulturen in Gelsenkirchen besucht, wo von jungen engagierten Leuten das Projekt des Sprachkoffers für Flüchtlinge ins Leben gerufen wurde.

Refugees Welcome Lab Political Acting

Weiter gings mit einem politischen Podium, in dem sich mehrere Vertreter institutioneller Parteien den Fragen und Anmerkungen unserer Welcome Lab Teilnehmer stellten.

Generalvikar Klaus Pfeffer machte deutlich, dass das kritische Bild der Bevölkerung größtenteils aus Ängsten vor Veränderung besteht. CDU-Landtagsabgeordnete Serap Güler zeichnete dabei ein düsteres Bild der Zukunft: „Sobald die erste Bibliothek schließen muss, wird das ehrenamtliche Engagement kippen.“ Heinz Drucks, im Vorstand des Flüchtlingsrates NRW, äußerte Kritik an der Bundesregierung: „Die Abwehrpolitik in der EU steht im Vordergrund, und darin ist Deutschland maßgeblich.“
Auch in der weiteren Diskussion zeigte sich, dass die aktuelle europäische Situation schwierig ist.

Flashmob Festung Europa
Flashmob #festungeuropa

Das durften wir am eigenen Leib beim unserem smartmob #festungeuropa erfahren! Der 300 Meter lange Drahtzaun, den wir durch die Bochumer Innenstadt zogen, rief emotionale und zweiseitige Reaktionen hervor. Wir hatten das Gefühl, dass sie ein Spiegel unserer Gesellschaft waren, in der das Stimmungsbild zur aktuellen Flüchtlingssituation auch oft sehr unterschiedlich ist.

Konzert mit der Bonner Band Siona
Konzert mit Siona

Am Abend luden wir Menschen aus dem gegenüberliegenden Flüchtlingsheim zu unserem Konzert mit der Band Siona und zum Burger-Essen ein.

Refugees Welcome Lab See U soon

Die Teilnehmer entwickelten viele spannende Ideen am Ende des Labs. Zum Beispiel das Projekt „Heimatzeilen“, wo es darum geht, Bücher für Flüchtlinge in deren Heimatsprache zu organisieren und bereitzustellen. Oder Ideen für Aktionen im Freizeitbereich: Picknicken im Park, Tanzkurse, Gottesdienste und erlebnispädagogische Ausflüge.

Viele Projekte beschäftigen sich mit Medien, Teilnehmer wollen Hörbücher und Videoclips drehen. Projekte, die sich mit Sprachunterricht beschäftigen waren ebenfalls vertreten, und eine Gruppe will sich weiterhin regelmäßig treffen um auf europäischer politischer Ebene aktiv zu sein (Open Europe).
Ein Spendenlauf soll organisiert und eine Foto-Willkommens-Collage an einem Flüchtlingsheim ins Leben gerufen werden.

Wer sich für eines der Projekte interessiert, kann sich gern bei uns melden. Wir stellen den Kontakt für euch her.
Denn: Taten wirken!!!