Cookies werden zur Benutzerführung und Webanalyse verwendet und helfen dabei, diese Webseite besser zu machen. Mehr Infos hier: Datenschutzerklärung

28.03.2017 von Damaris1276

Virtuelles Wasser

Beim Duschen und Wäschewaschen verbrauchen wir Wasser – das ist klar. Aber wisst ihr auch, dass in Lebensmitteln, Kleidern und vielem mehr jede Menge Wasser steckt? Virtuelles Wasser nennt sich das – und auch das sollten wir einsparen.
Hier in Deutschland macht man sich wenig Sorgen - doch in vielen Teilen der Erde ist sauberes Wasser eine knappe Ressource. Viele unserer Konsumgüter werden unter hohem Wasserverbrauch in Ländern produziert, in denen der Bevölkerung Trinkwasser fehlt.

Wichtig ist also, dass wir stets bewusst konsumieren.

 

Was ist virtuelles Wasser?

Virtuelles Wasser ist die Menge Wasser, die zur Herstellung eines Produkts oder für eine Dienstleistung verwendet wird. Das umfasst den Wasserverbrauch in der gesamten Produktionskette, also für Anbau oder Abbau der Rohstoffe, Weiterverarbeitung, Beseitigung von Abfällen usw.

In einem harmlosen Produkt wie einem T-Shirt oder einer Tasse Kaffee stecken so schnell mal hunderte Liter virtuelles Wasser.

Wie kann ich virtuelles Wasser sparen?

Den Wasserhahn beim Zähneputzen zudrehen, Geschirr nicht unter laufendem Wasser abspülen, das alles sind Tipps die in der Umsetzung sehr einfach erscheinen. Doch wie kann man virtuelles Wasser sparen?

In fast jedem Produkt steckt virtuelles Wasser. So ist beim Wasserverbrauch auch Papier kein unbeschriebenes Blatt: In jedem weißen DIN-A4-Bogen sind zehn Liter Wasser enthalten. Umgehen lässt sich der indirekte Wasserverbrauch von keinem Verbraucher. Sehr wohl kann man ihn aber durch bewussten und nachhaltigen Konsum senken. Beispielsweise könnt virtuelles Wasser sparen, indem ihr die Gegenstände so lange wie möglich verwendet – das gilt nicht nur für Elektronik wie Smartphones, sondern auch für Möbel und Klamotten.

… beim Essen
Gerade Lebensmittel benötigen in verschiedenen Teilen der Welt sehr unterschiedlich viel Wasser zur Herstellung. Ein Kilo Kartoffeln verbraucht in Deutschland um die zehn Liter, in Ägypten oft mehrere hundert. Ähnlich verhält es sich mit vielen anderen Gemüse- und Obstsorten. Kauft regionale und saisonale Lebensmittel! Nicht nur haben die einen sehr viel geringeren Wasserverbrauch als die entsprechende Importware; für Lebensmittel aus der Region wird außerdem kein Wasser verwendet, was dann in wasserarmen Regionen als Trinkwasser fehlt.

Unter allen Lebensmitteln nimmt Fleisch beim Wasserverbrauch einen Spitzenplatz ein. Zur Herstellung von einem Kilogramm Rindfleisch werden etwa 16.000 Liter Wasser verbraucht. Berechnet werden neben dem Wasser zum Tränken der Tiere beispielweise auch das Wasser, das beim Anbau der Futtermittel für die Rinder verbraucht wird.

… in der Kleidung
Rund 2.500 Liter Wasser werden für ein T-Shirt verwendet. Damit ist das T-Shirt aber noch längst nicht fertig produziert. Es wird Wasser zur Reinigung der Baumwolle und der aus ihr entstehenden Stoffe, zur Fertigung der Farben für die Baumwolle und so weiter gebraucht. So kann der Verbrauch in einigen Fällen auch auf 15.000 Liter ansteigen.

Beim Kauf von Kleidung auf Bio-Baumwolle setzen, schont Grund- sowie Abwasser. Denn beim Bio-Anbau werden keine giftigen Pestizide eingesetzt und weitaus weniger schädliche Chemikalien verarbeitet. Die wichtigsten Siegel für Kleidung ohne Gift sind hier aufgelistet.

Gar kein virtuelles Wasser wird ver(sch)wendet wenn ihr eure Mode aus zweiter Hand kauft – so zum Beispiel über Kleiderkreisel, auf dem Flohmarkt oder in Second Hand Länden eurer Stadt.
In unserem Artikel über Fair Fashion erfährt du noch mehr über nachhaltige sowie Secondhand Mode.

Was ist der Wasserfußabdruck?

Unter dem Wasserfußabdruck einer Person versteht man die Gesamtmenge an Wasser, die für die Herstellung der Güter und Dienstleistungen aufgewendet wird, die diese Person konsumiert.
Das meint also deinen Wasserverbrauch zu Hause, aber auch den virtuellen Verbrauch für die Waren aus In- und Ausland, die du konsumierst.

Unser Wasserfußabdruck liegt derzeit bei durchschnittlich rund 4.200 Liter pro Kopf und Tag.

Aktion